Kirche

Evangelische Renaissancekirche

St. Georg-Christophorus-Jodokus

ehemalige v. Behr’sche Gutskapelle

Kleine Kirchengeschichte

In den Jahren 1608 bis 1610 liess Dietrich v. Behr, Geheimer Rat des Lüneburger Herzogs und Großvogts von Celle, die Kirche als Grablege für seine 1607 verstorbene Frau bauen. Etwa 100 Jahre wurde sie nur als Schlosskapelle genutzt. Im Jahre 1702 wurde dann die v. Behr’sche Gutskapelle zur Pfarrkirche erhoben. Im Jahre 1901 wurde die Kirche mit einem hohen Kostenaufwand renoviert.
Die ehemalige v. Behr’sche Gutskirche gilt neben der Schlosskapelle in Celle als eine der wohl kostbarsten und in alter Pracht erhaltenen Renaissancekirchen in Norddeutschland.


  

   Zwei mächtige Apostelfiguren aus Sandstein hüten das
   Eingangsportal mit dem durch mehrere Figuren gehaltene
   Wappen des Erbauers der Kirche. Innen sieht der Betrachter
   bunt geschnitzte Bänke, Altarwände, eine reichverzierte
   Kanzel aus der Renaissancezeit und einen achteckigen
   Taufständer aus Holz mit Deckel (um 1610).
   Die Kirche besitzt eine bemalte hölzerne Kassettendecke und
   Chorschranken aus Holz. Die Altarwand zeigt verschiedene
   Darstellungen aus dem Leben Jesu.



 

 

Die Renaissanceorgel
Die St. Georg-Christophorus-Jodokus-Kirche verfügt über eine der ältesten Renaissanceorgeln der Region. Die Orgel wurde vermutlich im Jahre 1590 von dem niederländischen Orgelbaumeister Andreas de Mare erbaut und war ursprünglich für ein ostfriesisches Kloster bestimmt. Die Orgel wurde dann verändert und von dem Orgelbaumeister Marten de Mare um 1610 in die v. Behr’sche Gutskapelle eingebaut. Die Stellichter Orgel wurde im Jahre 1901 durch eine romantische Orgel, entsprechend dem Geschmack der damaligen Zeit ersetzt. Das herrliche alte Orgelgehäuse und die prächtig verzierten Prospektpfeifen blieben jedoch erhalten. In den Jahren 1985/1986 wurde die Orgel von Jürgen Ahrend, einer der besten Orgelbaumeister, technisch und klanglich in der Renaissancestimmung rekonstruiert. Heute erklingt die Orgel, wie sie einst in der Erbauungszeit der Kirche, am Anfang des 17. Jahrhunderts geklungen haben mag.


Seit 1975 gehört die Stellichter Kirche zur Landeskirche Hannover und damit zum Pfarrbezirk IV der Stadtkirche Walsrode, die auch für die Instandhaltung zuständig ist. Pro Jahr kommen etwa 5.000 Besucher, um diese Kirche zu besichtigen und ihre Geschichte zu hören. Eine Attraktion sind sicherlich auch die Konzerte, die in der Stellichter Kirche stattfinden und sich großer Beliebtheit erfreuen.

Die Gottesdienste in der Kirche finden ca. alle 2 Wochen statt. Nach den Hauptgottesdiensten findet auch immer ein Kindergottesdienst in der Kirche statt, der von engagierten Stellichter Frauen gestaltet wird.
 

Auskünfte und Führungen:
Küsterin: Iris Borchert
Telefon: 05168-309
Führungen und Besichtigungen nach telefonischer Vereinbarung

Offene Kirche
03. April 2016 - 23. Oktober 2016
an allen Sonn- und Feiertagen von 14:00 bis 16:00 Uhr
Ein/e Kirchenführer/in steht für Fragen bereit.

Programm der Stellichter Gruppe “JahresZeiten”
Sonntag, 14. Febr. 2016, 17:00 Uhr, Puppenspiel mit Beate Welsch,
                                                             Musik mit Peter Schulze


Sonntag, 08. Mai 2016, 17:00 Uhr, Gemäldeausstellung und Vortrag
                                                           von u. mit Rudolf v. Ulmenstein,
                                                           Musik Jagdhornbläser Lehrden

Sonntag, 14. Aug. 2016, 17:00 Uhr, Lesungen mit Klaus Stromann,
                                                             Musik Gruppe des Akkordeonspielrings Walsrode

Sonntag, 13. Nov. 2016, 17:00 Uhr,St. Marien Gospel-Train Rethem


Sommerkonzert in der Stellichter Kirche
(noch keine Termine bekannt)

Weitere Infos zu den Gottesdiensten und Veranstaltungen in der Kirche unter:
Aktuelles und www.kirchengemeinde-walsrode.de

(Stand: 16.04.2016)